consonare - Ein Kammerchor aus Dresden

Presse 2001

23. Juli 2001,
Dresdner Neueste Nachrichten

 Ich gestehe, bei dem Begriff “Blust” unsicher geworden zu sein, bis ich aus der Ansage lernte, es wäre von “Blühen” abgeleitet. So jedenfalls stellte sich “consonare” in der Kirche Dresden-Prohlis vor und erfreute die Zuhörer durchaus. Unter der Leitung von Annette Borck nahmen 10 Damen und 6 Herren Aufstellung - ein Kammerchor also in gemischter Besetzung mit einer erstaunlichen Homogenität. Sogleich stellt sich eine ganze Reihe von Vorzügen ein. Das wäre zunächst die außerordentliche Disziplin mit dem Ziel einer einmütigen und einheitlichen Aussage. Weiter ist man von dem piano-Klang berührt, der die Interpretationen vorwiegend bestimmt und gelegentliche Akzentsetzungen und dynamische Steigerung gestattet, wovon allerdings in weit stärkerem Maße Gebrauch gemacht werden sollte.
 Die sorgfältige Sprachbehandlung sieht man bei der Lautbildung, vor allem aber hört man sie. Das ist imponierend. Zur besonderen Gestaltung des Programms gehört auch die Einbeziehung kleinerer Gruppen (Frauenseptett, gemischtes Sextett, eine Alt-Solistin mit interessanter Klangfarbe). Man gewinnt den Eindruck einer idealen Übereinstimmung von Leiterin und Ensemble, es wirkt im besten Sinne “harmonisch”.
....
 Fazit: ein Kammerchor, der auf hohem Niveau musiziert, der mit Erfolg um sprachliche und musikalische Qualität bemüht ist, der eine Bereicherung der Dresdner Chorlandschaft darstellt.
Hans Peter Altmann

23. Juli 2001,
Rödertal Ausgabe der Sächsischen Zeitung

Von Jens Eschert
 Viel Beifall bekamen gestern die Sänger und Sängerinnen des Dresdner Chors Consonare. Bei ihrem ersten Auftritt im Hermsdorfer KunstSchloss stellten sie ein besonderes Programm - ...vom Baume fällt der Blust - zusammen. “Wir haben Lieder aus mehreren Jahrhunderten ausgesucht. Geistliche sowie weltliche Werke sind mit dabei”, sagt Dirigentin Annette Borck. Darunter waren auch Stücke von Hans Leo Haßler, Ernst Krenek und Hugo Distler. “Singen bedeutet, einen Text zum Klingen zu bringen”, so die künstlerische Leiterin. Dies zeigte der Laienchor während des einstündigen Auftritts im Barocksaal eindrucksvoll. Ausdrucksstark und Stimmgewaltig brachten die Sänger den musikalischen Mix über die Lippen. Auch Soloeinlagen schallten durch den gut gefüllten Saal. Das Publikum müsse immer neu überrascht werden, so die Philosphie von Annette Borck ...

consonare
 

Juni 2001
Heimzeitung des Senioren- und Pflegeheimes
“Sächsische Schweiz”, Pirna

“Das war Klasse”. Das war das erste Wort, das ich nach dem Konzert am 18. Juni in unserem Speisesaal hörte. Es war mir umso wichtiger, als Frau Hertmanowski selbst eine erfahrene Chorsängerin ist. “Klasse” war das Programm das die jungen Sänger boten, klassisch von den geistlichen Sätzen am Anfang bis zum Abschiedslied am Ende. Pop war es nicht, Rock auch nicht. Sehr verhalten, fast leise begannen die jugendlichen klaren Stimmen, wohltuend still. Man mußte gut zuhören, es war anspruchsvoll. Aber was gestalteten die Sänger aus den alten Liebesliedern, allein aus dem Volkslied von den zwei Hasen im tiefen, tiefen Tal! Es geriet fast zu einem Musikdrama.
Das Schönste waren eben die Stimmen der 16 jungen Menschen. Studenten aus Dresden sind es, von verschiedenen Fakultäten, allein durch die Freude am Gesang verbunden, nicht gesponsert von irgend welchen Geldgebern, unterwegs in Sälen, Heimen, Kirchen, allein um Menschen Freude zu bringen durch die eigene Freude am Singen.
Das gibt es also heute noch! Nicht nur den musikalischen Krach in überhitzten Discos, mehr schreiende als singende Stars mit verzerrten Gesichtern und dürftigen Kleidungsstücken, wo den meisten Gewinn an den sogenannten Konzerten die Ohrenärzte haben. Wie klang es zusammen, rein, still, gut.
consonare heißt zusammen klingen.
G.Fiedler, A3

Diese Seite wurde zuletzt von Thorsten Reimann am 24 Februar, 2010 aktualisiert.

    

Seitenanfang